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Bericht der Regionalgruppe Baden-Württemberg
zu einer Fortbildung am 19.1.2012 mit dem Thema Osteoporose

Am 19.1.2012 lud die Regionalgruppe Baden-Württemberg des Deutschen Ärztinnenbundes, unterstützt von dem Verein „Frauen fördern die Gesundheit e.V.“, zu einer Fortbildung zum Thema Osteoporose ein. Bereits im zweiten Jahr trafen sich 25 Kolleginnen zum „Fachübergreifenden Frauen-Qualitätszirkel Kreis Ludwigsburg“ im Seminarraum der Kardiologischen Praxis in Ludwigsburg. Das Ziel der Initiatorinnen, die Kardiologin Dr. Irmtraut Kruck und die Gynäkologin Dr. Sabine Kielkopf-Renner, ist es, den fachübergreifenden ungezwungenen Austausch unter Kolleginnen zu ermöglichen und den Gender-Aspekt in der Medizin zu berücksichtigen.

Den ersten Vortrag hielt eine Kollegin aus den eigenen Reihen. Dr. Renate Wiesner-Bornstein, niedergelassenene Gynäkologin, referierte zum Thema „Osteoporose und weibliche Geschlechtshormone“. Sie stellte anschaulich die Physiologie des Knochenstoffwechsels, die Wirkung endogener Östrogene am Knochen, Veränderung in der Menopause und die Risikofaktoren für Osteoporose dar. An Hand zahlreicher Literaturstellen zeigte sie auf, welchen Einfluß eine Hormontherapie auf das Frakturrisiko hat. Sie stellte die aktuell verfügbaren Leitlinien zum Thema Hormontherapie (DGGG) und Osteoporose (DVO) vor und kommentierte sie. Die zusammenfassende Botschaft war, dass es bezüglich der primären Osteoporoseprävention keine Alternative zur Hormontherapie gibt.

Dr. Martin Runge, Geriater und ärztlicher Direktor der Aerpah-Klinik Esslingen-Kennenburg referierte „bewegt“ und wissenschaftlich fundiert, welche Faktoren den zu vermeidenden Endpunkt der Osteoporose, den Knochenbruch durch Sturz, beeinflussen. Einfache Parameter, wie z.B. die Gehgeschwindigkeit in m/s geben Hinweise auf die Lebenserwartung und die Wahrscheinlichkeit pflegebedürftig zu werden. Mit praktischen Übungen demonstrierte er, wie gezielt die Kraft der Hüftmuskulatur und die Koordination trainiert werden können (z.B. durch Hüpfen auf einem Bein) und somit das Sturzirisiko vermindert werden kann. Komprimiert ist in dem Bewegungsprogramm „Fünf Esslinger“ zusammengefasst, was die körperliche Fitness auch in der zweiten Lebenshälfte möglichst lange hoch hält.

Dr. Sabine Kielkopf-Renner
21.1.2012
Zuletzt bearbeitet 23.01.2012 11:29 Uhr