Einmischen. Mitgestalten. Verändern.

Unsere Impulse für Politik und Versorgung

Mit zahlreichen Stellungnahmen haben wir in den letzten Monaten gezeigt, wofür der DÄB steht und für welche Themen wir uns einsetzen: eine geschlechtersensible Gesundheitspolitik, die die Lebensrealitäten von Frauen insbesondere in den Blick nimmt.

10.02.2026: Ärztinnen in Lifestyle-Teilzeit? Von wegen!

Der DÄB widersprach der Debatte über eine angebliche „Lifestyle-Teilzeit“. Teilzeitarbeit ist für viele Ärztinnen Folge struktureller Hindernisse wie fehlender Kinderbetreuung und mangelnder Flexibilität. Statt Teilzeit zu kritisieren, müssen die Rahmenbedingungen verbessert werden.

„Statt zu problematisieren und die Verantwortung auf Einzelne zu schieben, sollten endlich die erforderlichen Rahmenbedingungen angepasst werden.“
Jana Pannenbäcker, Co-Präsidentin des DÄB
Pressemitteilung

20.02.2026: Krankenhausreform darf Schmerzmedizin nicht ausblenden: Geschlechtergerechte Versorgung sichern

Die Schmerzmedizin findet in den aktuellen Überlegungen zur Krankenhausreform zu wenig Beachtung. Da chronische Schmerzen Frauen besonders häufig betreffen, fordern wir, schmerzmedizinische Versorgung und geschlechtersensible Medizin verbindlich in Krankenhausplanung und Qualitätssicherung zu verankern.

„Da Frauen überproportional (von Schmerzen) betroffen sind und häufig geringere Ressourcen zur Überbrückung langer Wartezeiten haben, würde sich bestehende gesundheitliche Ungleichheit weiter verschärfen.“
Dr. med. Tonia Iblher, Schmerzmedizinerin und DÄB-Mitglied
Pressemitteilung

27.03.2026: Kein sicheres Glas: Frauen haben höheres Risiko beim Alkoholkonsum

Gemeinsam mit der „Allianz Alkoholprävention“ setzen wir uns für mehr Aufklärung über die Risiken des Alkoholkonsums ein. Frauen sind bereits bei geringeren Mengen gesundheitlich gefährdet. Wir fordern eine konsequentere Präventionspolitik und die Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Risiken.

„Eine wirksame Alkoholprävention muss geschlechtersensibel sein. Die besonderen Risiken für Frauen müssen stärker in den Fokus von Politik, Gesundheitswesen und Öffentlichkeit rücken.“
Dr. med. Petra Büchin, DÄB-Vizepräsidentin und Leiterin des DÄB-Chefärztinnen-Boards
Pressemitteilung

15.04.2026: Honorarkürzungen in der Psychotherapie verschärfen Versorgungskrise: Frauen und Ärztinnen besonders betroffen

Geplante Honorarkürzungen in der ambulanten Psychothe- rapie lehnen wir ab. Sie würden die ohnehin bereits angespannte Versorgungslage weiter verschärfen und insbesondere Frauen treffen. Stattdessen fordern wir eine nachhaltige Stärkung der psychotherapeutischen Versorgung.

„Die Honorarkürzungen treffen (…) Frauen als Patientinnen und in der Versorgung besonders stark und verschärfen bestehende Ungleichheiten.“

Dr. med. Christiane Groß, DÄB-Ehrenpräsidentin und ärztliche Psychotherapeutin
Pressemitteilung

28.05.2026: Machtmissbrauch, sexualisierte Gewalt und Diskriminierung im Gesundheitswesen: Verantwortung übernehmen, Strukturen verändern

Besondere Aufmerksamkeit widmeten wir den Themen Machtmissbrauch, sexualisierte Gewalt und Diskriminierung im Gesundheitswesen. Wir fordern transparente Meldewege, wirksame Schutzkonzepte und die konsequente Aufarbeitung von Vorfällen. Respekt, Gleichberechtigung und Sicherheit müssen die Grundlage jeder medizinischen Einrichtung sein.

„Entscheidend ist, dass wir den Fokus nicht allein auf einzelne Vorfälle richten, sondern auf die Strukturen, die Machtmissbrauch begünstigen oder dessen Aufarbeitung verhindern.“
Greta Lucia Harnisch, Vertreterin des Jungen Forums beim DÄB
Pressemitteilung

02.06.2026: GKV-Reform setzt Krankenhäuser massiv unter Druck – Deutscher Ärztinnenbund warnt vor strukturellem Versorgungsrisiko

Auch die geplanten Maßnahmen zur Stabilisierung der GKV bewerten wir kritisch. Sie könnten den Druck auf Krankenhäuser und Versorgungseinrichtungen weiter erhöhen. Besonders betroffen wären Frauen – als Beschäftigte im Gesundheitswesen ebenso wie als Nutzerinnen medizinischer und pflegerischer Leistungen.

„Diese Reform ist ein Wendepunkt. Entweder wir stabilisieren das System nachhaltig – oder wir akzeptieren eine schrittweise Einschränkung der medizinischen Versorgung (…).“
Prof. Dr. med. Barbara Puhahn-Schmeiser, Co-Präsidentin DÄB
Pressemitteilung