Internetsucht: ein Überblick
Gert-Jan Meerkerk, IVO Rotterdam, Niederlande
Das Internet ist für einen stetig wachsenden Teil der Bevölkerung zu einer der Hauptquellen für Informationen, Kommunikation und Unterhaltung geworden. Einigen Internet-Usern scheint es jedoch schwer zu fallen, den kurzweiligen, positiven Effekten des Internets zu widerstehen. Folglich wird auf exzessive und zwanghafte Weise vom Internet Gebrauch gemacht, was gelegentlich auch als „Internetsucht“ bezeichnet wird. Die Störung „Internetsucht“ wurde vor ca. 15 Jahren von einem amerikanischen Psychiater vorgestellt und rief große Skepsis, insbesondere bei wissenschaftlichen Kollegen, hervor. Zwischenzeitlich wurde vorgeschlagen, die Internetsucht in das neue DSM-V mit einzuschließen. Die Bezeichnung „Internetsucht“ weist auf eine Abhängigkeit vom Internet an sich hin. Es hat sich allerdings herausgestellt, dass bestimmte Anwendungsbereiche des Internets, wie beispielsweise Online Multiplayer Rollenspiele und Online-Pornographie, über ein höheres Suchtpotential verfügen, als andere Bereiche. In dieser Präsentation werden Faktoren vorgestellt, die für das Suchtpotential des Internets im Allgemeinen, insbesondere aber bestimmter Onlinespiele, verantwortlich sein könnten. Desweiteren werden Prävalenzen sowie einige Ursachen und Folgen des zwanghaften Internetgebrauchs dargestellt. Es ist nicht viel über die Behandlung eines solchen Suchtverhaltens bekannt, doch gibt es erste Anzeichen dafür, dass gängige Methoden der Suchttherapie positive Effekte erzielen.
Schlussfolgerung: Nach anfänglicher Skepsis ist nun klar geworden, dass die Intersucht bzw. der zwanghafte Internetgebrauch eine ernstzunehmende Verhaltensstörung darstellen kann. Die Internetsucht kann insbesondere für Jugendliche schwerwiegende Folgen im Hinblick auf deren psychosoziale Entwicklung, Lernerfolge und Arbeitseffizienz haben. Psychologen, Psychiater, Allgemeinärzte, Lehrer und Eltern sollten sich dieser aufkommenden Problematik bewusst und auf diese vorbereitet sein, um entsprechend handeln zu können.
Schlussfolgerung: Nach anfänglicher Skepsis ist nun klar geworden, dass die Intersucht bzw. der zwanghafte Internetgebrauch eine ernstzunehmende Verhaltensstörung darstellen kann. Die Internetsucht kann insbesondere für Jugendliche schwerwiegende Folgen im Hinblick auf deren psychosoziale Entwicklung, Lernerfolge und Arbeitseffizienz haben. Psychologen, Psychiater, Allgemeinärzte, Lehrer und Eltern sollten sich dieser aufkommenden Problematik bewusst und auf diese vorbereitet sein, um entsprechend handeln zu können.
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Zuletzt bearbeitet 26.07.2010 13:39 Uhr
