Pflegeleistung - Frauensache?
Ethische Aspekte zur Versorgung alter Menschen
Alter per se ist keine Krankheit, sondern eine jeden Menschen betreffende Lebensphase. Nach der Berliner Altersstudie (2004) haben 65% der über 80-Jährigen keine signifikanten Gesundheitsprobleme. Innerhalb unserer Gesellschaft bestehen jedoch Voreingenommen-heiten. Negative Aspekte und mögliche, altersabhängige Gesundheitsbeeinträchtigungen wer-den einseitig hervorgehoben, demgegenüber jedoch Stärken und Chancen des Alters nur selten thematisiert (Ursula Lehr, Okt. 2003).
Kranke, alte Menschen haben ebenso wie andere Kranke einen Anspruch auf Schutz, beson-ders dann, wenn sie nicht ausreichend in der Lage sind, ihre eigenen Interessen selbständig zu vertreten. Pflegebedürftigkeit ist eine aktuelle und zukünftige Herausforderung an die Gesellschaft. und das Gesundheitswesen.
Je nach Region wird die häusliche Pflege ganz überwiegend (70-90%) durch Frauen geleistet. Probleme und Grenzen in der Pflege entstehen vor allem durch Überforderung der Pflegenden körperlicher und seelischer Art – durch fehlende Ablösung in der Pflege – durch Einschrän-kungen der eigenen Berufstätigkeit, des Einkommens und der Rentenanwartschaften, be-sonders für die pflegenden Frauen. Zusätzliche Belastungen der pflegenden Angehörigen sind häufig größere Entfernungen zwischen den Wohnorten von Pflegenden und Gepflegten. Ärztinnen und Ärzte sind deshalb aufgerufen ihre Verantwortung für das Wohl des Patienten, als auch für die Belastungen der pflegenden Angehörigen wahrzunehmen und aktiv mit für Abhilfe von Problemen zu sorgen. Dazu gehört auch die Beratung zur möglichen Inanspruchnahme professioneller Dienste für den häuslichen Bereich.
Der Deutsche Ärztinnenbund fordert deshalb nachdrücklich die Umsetzung folgender, konkreter Maßnahmen:
1. Eine bessere Aufklärung der Pflegenden zu Beginn der Pflegeaufgabe.
2. Beratung über professionelle Kurzzeitpflege in Pflegeeinrichtungen, mobile Essensversorgungsmöglichkeiten, Kurzurlaube und Kuren.
3. Vermittlung psychosozialer Betreuungsangebote für PflegepatientInnen und pflegende Angehörige.
4. Die schriftliche Festlegung von Wochenbetreuungsplänen für Familienmitglieder zur Verteilung der Pflegeaufgaben, einschließlich nachts.
5. Eine Anerkennung der gesellschaftlichen Bedeutung der Pflegeleistung.
6. Die frühzeitige Erziehung zu sozialer Verantwortung für beide Geschlechter.
Kranke, alte Menschen haben ebenso wie andere Kranke einen Anspruch auf Schutz, beson-ders dann, wenn sie nicht ausreichend in der Lage sind, ihre eigenen Interessen selbständig zu vertreten. Pflegebedürftigkeit ist eine aktuelle und zukünftige Herausforderung an die Gesellschaft. und das Gesundheitswesen.
Je nach Region wird die häusliche Pflege ganz überwiegend (70-90%) durch Frauen geleistet. Probleme und Grenzen in der Pflege entstehen vor allem durch Überforderung der Pflegenden körperlicher und seelischer Art – durch fehlende Ablösung in der Pflege – durch Einschrän-kungen der eigenen Berufstätigkeit, des Einkommens und der Rentenanwartschaften, be-sonders für die pflegenden Frauen. Zusätzliche Belastungen der pflegenden Angehörigen sind häufig größere Entfernungen zwischen den Wohnorten von Pflegenden und Gepflegten. Ärztinnen und Ärzte sind deshalb aufgerufen ihre Verantwortung für das Wohl des Patienten, als auch für die Belastungen der pflegenden Angehörigen wahrzunehmen und aktiv mit für Abhilfe von Problemen zu sorgen. Dazu gehört auch die Beratung zur möglichen Inanspruchnahme professioneller Dienste für den häuslichen Bereich.
Der Deutsche Ärztinnenbund fordert deshalb nachdrücklich die Umsetzung folgender, konkreter Maßnahmen:
1. Eine bessere Aufklärung der Pflegenden zu Beginn der Pflegeaufgabe.
2. Beratung über professionelle Kurzzeitpflege in Pflegeeinrichtungen, mobile Essensversorgungsmöglichkeiten, Kurzurlaube und Kuren.
3. Vermittlung psychosozialer Betreuungsangebote für PflegepatientInnen und pflegende Angehörige.
4. Die schriftliche Festlegung von Wochenbetreuungsplänen für Familienmitglieder zur Verteilung der Pflegeaufgaben, einschließlich nachts.
5. Eine Anerkennung der gesellschaftlichen Bedeutung der Pflegeleistung.
6. Die frühzeitige Erziehung zu sozialer Verantwortung für beide Geschlechter.
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Zuletzt bearbeitet 03.03.2006 11:01 Uhr
