Wahlprüfsteine des Deutschen Ärztinnenbundes
Die Fragen:
1. Wie hält es Ihre Partei mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf?
Welche Lösungen haben Sie für Ärztinnen und Ärzte in Hinsicht auf
die finanzielle Absicherung in der Elternzeit?
Wie und wann wird Ihre Partei die veraltete Mutterschutzrichtlinienverordnung aktualisieren?
Wie soll nach Ihren Plänen die Kinderbetreuung organisiert werden, damit Ärztinnen und Ärzte ihrem Beruf so nachgehen können, wie sie es möchten und wie es zur Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung notwendig ist?
Wie garantieren Sie Kinderbetreuung
- arbeitsplatznah, flächendeckend, arbeitszeitkompatibel
- für Kinder von 0 bis 6 Jahren
- für 6- bis 12jährige Schüler?
2. Wie wirken Sie der Abwanderung von jungen Ärztinnen und Ärzten ins Ausland entgegen, die diesen Schritt in vielen Fällen mit der dort angemessenen Vergütung begründen? Welche Abschlüsse planen Sie für den neuen TvöD bezüglich der Berücksichtigung von eigenen Kindern bei der Höhe des Gehalts?
3. Im Vergleich zur Zahl von Berufseinsteigerinnen ist die derjenigen Ärztinnen, die Führungspositionen im Gesundheitswesen und in der Wissenschaft einnehmen, beklagenswert gering. Welche konkreten Maßnahmen wollen Sie ergreifen, um diese Situation zu beeinflussen und zu verbessern?
4. Wie soll aus Ihrer Sicht das Gesundheitssystem zukünftig finanziert werden? Wie werden Sie dabei unterschiedliche Lebenswelten und damit verbundene Finanzkraft von Frauen und Männern einbeziehen und entsprechenden Benachteiligungen von Frauen vorbeugen bzw. diese beseitigen? Wie sehen Sie die Zukunft der PKV? Welchen Stellenwert messen Sie der PKV im derzeitigen Vergütungssystem von Ärztinnen und Ärzten zu? Wie stehen Sie zum Unisextarif in der PKV?
5. Werden Sie die geschlechtsspezifische Gesundheitsversorgung unter Einbeziehung von Gender Mainstreaming weiter fördern und ausbauen? Werden Sie die nach Geschlecht differenzierende Lehre in das Curriculum der Approbationsordnung aufnehmen?
6. Wie wollen Sie Prävention fördern, welche Funktion können Ärztinnen und Ärzte dabei übernehmen?
7. Welche Rahmenbedingungen wollen Sie schaffen, damit der Anteil der ärztlichen Psychotherapie gesichert bleibt?
8. Wie soll konkret die gesundheitliche Versorgung von solchen Bevölkerungsgruppen sichergestellt werden, die als Alleinerziehende, Arbeitslose und Ältere oft zu den Problemgruppen in der Gesellschaft gehören? Diese Gruppen sind zu einem großen Teil weiblich.
9. Embryonenforschung, Präimplantationsdiagnostik und Spätabtreibung sind Problemfelder, mit denen der Ärztinnenbund seit geraumer Zeit befasst ist. Welche Positionen haben Sie konkret dazu?
10. Welche Rahmenbedingungen wollen Sie schaffen, um die von Ärztinnen und Ärzten immer wieder beklagte überbordende Bürokratie im Gesundheitssystem zurückzudrängen? Neue Versorgungsformen haben z. T. inakzeptable Schreib- und Dokumentationsarbeit mit sich gebracht – siehe DMP in der niedergelassenen Praxis und DRG in den Kliniken. Haben Sie politische Konzepte, um dies abzubauen – vielleicht auch zugunsten einer kommunikationsbezogenen Hinwendung der Medizin zu Patientinnen und Patienten?
Die Antworten von CDU, FDP, Die Linke.PDS, SPD und (Update:) Bündnis 90/Die Grünen.
1. Wie hält es Ihre Partei mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf?
Welche Lösungen haben Sie für Ärztinnen und Ärzte in Hinsicht auf
die finanzielle Absicherung in der Elternzeit?
Wie und wann wird Ihre Partei die veraltete Mutterschutzrichtlinienverordnung aktualisieren?
Wie soll nach Ihren Plänen die Kinderbetreuung organisiert werden, damit Ärztinnen und Ärzte ihrem Beruf so nachgehen können, wie sie es möchten und wie es zur Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung notwendig ist?
Wie garantieren Sie Kinderbetreuung
- arbeitsplatznah, flächendeckend, arbeitszeitkompatibel
- für Kinder von 0 bis 6 Jahren
- für 6- bis 12jährige Schüler?
2. Wie wirken Sie der Abwanderung von jungen Ärztinnen und Ärzten ins Ausland entgegen, die diesen Schritt in vielen Fällen mit der dort angemessenen Vergütung begründen? Welche Abschlüsse planen Sie für den neuen TvöD bezüglich der Berücksichtigung von eigenen Kindern bei der Höhe des Gehalts?
3. Im Vergleich zur Zahl von Berufseinsteigerinnen ist die derjenigen Ärztinnen, die Führungspositionen im Gesundheitswesen und in der Wissenschaft einnehmen, beklagenswert gering. Welche konkreten Maßnahmen wollen Sie ergreifen, um diese Situation zu beeinflussen und zu verbessern?
4. Wie soll aus Ihrer Sicht das Gesundheitssystem zukünftig finanziert werden? Wie werden Sie dabei unterschiedliche Lebenswelten und damit verbundene Finanzkraft von Frauen und Männern einbeziehen und entsprechenden Benachteiligungen von Frauen vorbeugen bzw. diese beseitigen? Wie sehen Sie die Zukunft der PKV? Welchen Stellenwert messen Sie der PKV im derzeitigen Vergütungssystem von Ärztinnen und Ärzten zu? Wie stehen Sie zum Unisextarif in der PKV?
5. Werden Sie die geschlechtsspezifische Gesundheitsversorgung unter Einbeziehung von Gender Mainstreaming weiter fördern und ausbauen? Werden Sie die nach Geschlecht differenzierende Lehre in das Curriculum der Approbationsordnung aufnehmen?
6. Wie wollen Sie Prävention fördern, welche Funktion können Ärztinnen und Ärzte dabei übernehmen?
7. Welche Rahmenbedingungen wollen Sie schaffen, damit der Anteil der ärztlichen Psychotherapie gesichert bleibt?
8. Wie soll konkret die gesundheitliche Versorgung von solchen Bevölkerungsgruppen sichergestellt werden, die als Alleinerziehende, Arbeitslose und Ältere oft zu den Problemgruppen in der Gesellschaft gehören? Diese Gruppen sind zu einem großen Teil weiblich.
9. Embryonenforschung, Präimplantationsdiagnostik und Spätabtreibung sind Problemfelder, mit denen der Ärztinnenbund seit geraumer Zeit befasst ist. Welche Positionen haben Sie konkret dazu?
10. Welche Rahmenbedingungen wollen Sie schaffen, um die von Ärztinnen und Ärzten immer wieder beklagte überbordende Bürokratie im Gesundheitssystem zurückzudrängen? Neue Versorgungsformen haben z. T. inakzeptable Schreib- und Dokumentationsarbeit mit sich gebracht – siehe DMP in der niedergelassenen Praxis und DRG in den Kliniken. Haben Sie politische Konzepte, um dies abzubauen – vielleicht auch zugunsten einer kommunikationsbezogenen Hinwendung der Medizin zu Patientinnen und Patienten?
Die Antworten von CDU, FDP, Die Linke.PDS, SPD und (Update:) Bündnis 90/Die Grünen.
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Zuletzt bearbeitet 15.09.2005 17:10 Uhr
