Preisverleihungen des DÄB 2025

Elke Burghard, Initiatorin und langjährige Stifterin des Preises, als „Mutige Ehren-Löwin“ ausgezeichnet

Elke Burghard, erste und einzige „Mutige Ehren-Löwin“ des DÄB
Foto: © DÄB/Danny Gohlke
Eine ganz besondere Auszeichnung erhielt in diesem Jahr die Initiatorin und Stifterin der „Mutige Löwin“: Elke Burghard wurde zur ersten und einzigen „Mutige Ehren-Löwin“ ernannt. „Wir möchten heute die Mutter aller Löwinnen auszeichnen”, so Dr. med. Christiane Groß, Laudatorin und Ehrenpräsidentin des DÄB. „Elke Burghard steht stellvertretend und als Vorbild für alle Ärztinnen, die Grenzüberschreitungen erdulden müssen, damit diese sich wehren und sich trauen, diese öffentlich zu machen. Als eine Frau, die immer bereit ist zu kämpfen, und die nicht aufgibt im Kampf um mehr Gerechtigkeit, Gleichbe­rechtigung, Frauenrechte und in unserem Fall um Ärztinnenrechte, steht Elke Burghard wie keine andere für die Attribute der Mutigen Löwin.“ Anstelle einer Nadel erhielt Elke Burghard die Graphik einer besonderen Löwin, die im Orange des Deutschen Ärztinnenbundes leuchtet, im Gold der Nadel der „Mutigen Löwin“ schimmert und sogar mit vier Reißzähnen und einer erhobenen Tatze versehen ist. Damit zeigt sie ihre wahrhafte Wehrhaftigkeit.

Elke Burghard, DÄB-Ehrenmitglied, ist Gynäkologin und ärztliche Psychotherapeutin aus Neumünster. Ihr ganzes berufliches Leben hat sie öffentlichkeitswirksam – in Zeitungsartikeln, Leserbriefen und Interviews – gegen Diskriminierung gekämpft und so immer wieder den Finger in die Wunden gelegt. Ganz besonders erinnert sie sich an ihre aktive Teilnahme an der ARD-Sendung „Halbgott in Weiß“ (1970), für die sie im Anschluss viele Anfeindungen und Bedrohung erfahren hat. Sie hat sich für Gleichberechtigung, Selbstbestimmung, eine Ausweitung der Mutterschutzrichtlinie und eine „ethisch gute Umsetzung der Gynäkologie“ – so hat sie es selbst immer formuliert – eingesetzt. So wirkte sie u. a. in den Jahren 1989/1990 an der gemeinsamen Erklärung zum § 218 mit, der nach der Wiedervereinigung mit den Regularien der damaligen DDR abgestimmt werden musste.

Außerdem ist sie Mitbegründerin des DÄB-Wissenschaftspreises, den sie ebenfalls finanziell unterstützt. Sie kämpft stets für ihre Patientinnen und Kolleginnen, packt wichtige und heikle Themen an und macht darauf aufmerksam.