Jung, selbstständig, Zahnärztin
Interview mit Dr. Simone Wernsmann über den Weg zur eigenen Praxis
Du hast vor Kurzem eine bestehende Zahnarztpraxis übernommen. Was hat dich zu diesem Schritt bewogen?
Ich habe schon früh gemerkt, dass ich gerne gestalte und Verantwortung übernehme. Als angestellte Zahnärztin kann man viel bewegen, aber bestimmte Dinge bleiben immer von den Entscheidungen anderer abhängig. Mit der Praxisübernahme habe ich nun die Möglichkeit, eine Praxis nach meinen Vorstellungen weiterzuentwickeln, fachlich, organisatorisch und menschlich.
Besonders wichtig ist mir dabei eine Zahnmedizin, die den Menschen nicht auf einzelne Zähne reduziert. Ich möchte hochwertige moderne Zahnmedizin mit einem ganzheitlichen Blick verbinden und gleichzeitig einen Ort schaffen, an dem sich Patienten und Mitarbeitende gleichermaßen wohlfühlen.
Gab es einen bestimmten Moment oder eine persönliche Motivation, die ausschlaggebend war?
Einen einzelnen Schlüsselmoment gab es eigentlich nicht. Es war vielmehr ein Prozess. Je mehr Berufserfahrung ich gesammelt habe, desto klarer wurde mir, welche Art von Zahnmedizin ich praktizieren möchte und welche Werte mir im Umgang mit Patientinnen, Patienten und Mitarbeitenden wichtig sind.
Gleichzeitig habe ich erkannt, dass man wahrscheinlich nie den Zeitpunkt erreicht, an dem man sich zu hundert Prozent bereit fühlt. Irgendwann muss man entscheiden, ob man weiter wartet oder den nächsten Schritt wagt.
Für mich kam der Punkt, an dem ich gemerkt habe: Wenn ich meine Vorstellungen von moderner Zahnmedizin, guter Kommunikation und einer wertschätzenden Praxiskultur wirklich umsetzen möchte, brauche ich auch die Möglichkeit, selbst Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Als sich die Chance einer Praxisübernahme ergeben hat, war für mich klar, dass ich sie nutzen möchte. Rückblickend war es deshalb weniger ein spontaner Entschluss als eine bewusste Entscheidung für Gestaltung, Verantwortung und Weiterentwicklung.
Viele Ärztinnen und Zahnärztinnen überlegen lange, ob sie den Schritt in die Selbstständigkeit wagen sollen. Welche Gedanken oder Sorgen hattest du vor der Übernahme?
Natürlich hatte ich vor der Übernahme Respekt vor der Aufgabe. Mit einer eigenen Praxis übernimmt man nicht nur Verantwortung für die Patientinnen und Patienten, sondern auch für die Mitarbeitenden und die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens.
Ich bin grundsätzlich ein Mensch, der gerne plant und sich gut vorbereitet. Deshalb habe ich mich intensiv mit den fachlichen, organisatorischen und wirtschaftlichen Aspekten einer Praxisübernahme beschäftigt. Gleichzeitig habe ich gelernt – und lerne es auch heute noch –, dass man nie alle Eventualitäten vorhersehen kann. Ein gewisses Maß an Unsicherheit gehört zu unternehmerischen Entscheidungen dazu.
Sicherheit gegeben hat mir zum einen die gründliche Vorbereitung. Zum anderen war für mich wichtig, dass ich keine Neugründung auf der grünen Wiese wage, sondern auf einer bestehenden Praxisstruktur aufbauen kann. Das nimmt einem nicht die Verantwortung, schafft aber eine gute Grundlage und eine gewisse Planungssicherheit.
Letztlich habe ich erkannt, dass man sich wahrscheinlich nie zu hundert Prozent bereit fühlt. Irgendwann muss man entscheiden, ob man den Schritt gehen möchte. Für mich war die Überzeugung, gestalten und Verantwortung übernehmen zu wollen, am Ende größer als die verbleibenden Zweifel.
Und was hat dir letztlich Sicherheit gegeben?
Sicherheit gegeben haben mir eine gründliche Vorbereitung, ein fundierter Businessplan und die Tatsache, dass ich eine bestehende Praxis übernehmen konnte. Gleichzeitig habe ich aber gelernt, dass man nicht jede Unsicherheit ausräumen kann.
Entscheidend war deshalb auch das Vertrauen in mich selbst. Ich habe in meinem Leben bereits viele Herausforderungen gemeistert und die Erfahrung gemacht, dass sich Lösungen oft erst im Gehen entwickeln. Diese Zuversicht hat mir geholfen, den Schritt zu wagen.
Außerdem wusste ich: Wenn ich diese Chance nicht ergreife, würde ich mich wahrscheinlich irgendwann fragen, was möglich gewesen wäre. Dieser Gedanke war am Ende stärker als die verbleibenden Zweifel.
Was bedeutet eine Praxisübernahme konkret im Alltag — organisatorisch, finanziell und emotional? Gab es Aspekte, die dich überrascht haben?
Eine Praxisübernahme bedeutet im Alltag weit mehr als den Wechsel von der Angestellten zur Praxisinhaberin. Plötzlich beschäftigt man sich nicht nur mit Zahnmedizin, sondern auch mit Personalführung, Organisation, strategischen Entscheidungen und vielen Themen, die im Hintergrund einer Praxis funktionieren müssen.
Besonders herausfordernd empfinde ich die organisatorische Verantwortung. Es gibt unzählige Entscheidungen zu treffen, Abläufe zu koordinieren und gleichzeitig den Überblick zu behalten. Dabei habe ich schnell gemerkt, dass gute Zahnmedizin allein nicht ausreicht – eine Praxis lebt auch von funktionierenden Strukturen und einem starken Team.
Überrascht hat mich vor allem die emotionale Seite der Übernahme. Man übernimmt nicht nur Räume und Inventar, sondern auch Verantwortung für Menschen. Mitarbeitende, Patientinnen und Patienten verbinden mit einer Praxis Erwartungen, Gewohnheiten und oft auch Vertrauen. Diesem Vertrauen gerecht zu werden, ist eine schöne, aber auch anspruchsvolle Aufgabe.
Welche Herausforderungen erlebst du als Frau in einer Führungs- und Unternehmerinnenrolle?
Die größte Herausforderung erlebe ich nicht darin, eine Frau zu sein, sondern darin, die Verantwortung als Unternehmerin und Führungskraft zu übernehmen. Als Praxisinhaberin trifft man Entscheidungen, die nicht nur einen selbst, sondern auch Mitarbeitende und Patientinnen und Patienten betreffen. Dieser Verantwortung gerecht zu werden und gleichzeitig den Überblick über die vielen organisatorischen, wirtschaftlichen und zwischenmenschlichen Aspekte einer Praxis zu behalten, ist eine Aufgabe, in die man hineinwächst.
Führung bedeutet für mich dabei nicht, alle Antworten zu haben. Vielmehr geht es darum, zuzuhören, Orientierung zu geben, Entscheidungen zu treffen und gemeinsam mit dem Team Lösungen zu entwickeln. Diese Rolle bewusst anzunehmen und auszufüllen, empfinde ich als die eigentliche Herausforderung.
Unterscheidet sich deine Erfahrung aus deiner Sicht von der männlicher Kollegen?
Persönlich habe ich bezüglich der Selbstständigkeit bislang keine Situationen erlebt, in denen ich mich als Frau benachteiligt gefühlt habe. Die meisten Menschen, denen ich auf meinem beruflichen Weg begegnet bin, haben mich unabhängig vom Geschlecht nach meinen Fähigkeiten und meiner Leistung beurteilt.
Trotzdem sind mir manchmal kleine Unterschiede in den Erwartungen aufgefallen. Als ich von der Praxisübernahme erzählt habe, wurden mir häufig Fragen gestellt wie „Machst du das alleine?“ oder „Was sagt dein Mann dazu?“. Bei Letzterer habe ich mich schon gelegentlich gefragt, ob sie einem männlichen Kollegen genauso häufig gestellt worden wäre.
Insgesamt habe ich aber den Eindruck, dass sich vieles positiv entwickelt. Immer mehr Zahnärztinnen übernehmen Praxen und gestalten ihren eigenen Weg in der Selbstständigkeit. Das empfinde ich als eine sehr erfreuliche Entwicklung.
Wie hast du die Finanzierung und die wirtschaftliche Planung der Praxis erlebt?
Die Finanzierung und wirtschaftliche Planung haben mir großen Respekt eingeflößt, waren am Ende aber deutlich weniger beängstigend als ich zunächst gedacht hatte. Je intensiver ich mich mit den Zahlen beschäftigt habe, desto mehr Sicherheit habe ich gewonnen. Mir war wichtig, nicht einfach nur einen Businessplan erstellen zu lassen, sondern wirklich zu verstehen, worauf ich mich einlasse.
Was mich eher überrascht hat, war die Vielzahl an Themen, die plötzlich wichtig werden. Personalführung, betriebswirtschaftliche Entscheidungen, Verträge, strategische Planung – all das gehört genauso zur Praxis wie die eigentliche Zahnmedizin.
Findest du, dass junge Ärztinnen und Zahnärztinnen ausreichend auf die unternehmerische Seite des Berufs vorbereitet werden?
Rückblickend würde ich mir wünschen, dass wir auf diese Seite des Berufs besser vorbereitet werden. Fachlich werden wir sehr gut ausgebildet. Die Unternehmerrolle müssen sich viele von uns jedoch erst selbst erarbeiten. Zumindest ist das mein bisheriger Eindruck. Ich bin noch nicht lange genug selbstständig, um das abschließend beurteilen zu können, aber bisher erlebe ich die Selbstständigkeit als eine Tätigkeit mit viel Gestaltungsspielraum und persönlicher Erfüllung – vorausgesetzt, man ist bereit, sich auch mit diesen Themen auseinanderzusetzen.
Das Thema Vereinbarkeit beschäftigt viele Kolleginnen. Welche Rolle spielen Fragen wie Familie, Arbeitszeitmodelle oder persönliche Lebensplanung bei deiner beruflichen Entscheidung?
Persönliche Lebensplanung spielt bei einer so großen beruflichen Entscheidung natürlich eine wichtige Rolle. Für meinen Mann und mich stand bereits seit vielen Jahren fest, dass wir keine Kinder haben würden. Dadurch fiel mir die Entscheidung für die Praxisübernahme sicherlich leichter, weil ich wusste, dass neben der Verantwortung für die Praxis keine zusätzliche Verantwortung für eine Familie mit Kindern hinzukommen würde.
Ob ich mich mit kleinen Kindern genauso entschieden hätte, kann ich nicht sagen. Ich habe großen Respekt vor Kolleginnen und Kollegen, die beides miteinander vereinbaren. Für mich persönlich war es hilfreich, dass meine private Lebenssituation mir den Freiraum gegeben hat, diesen Schritt zu gehen.
Und wie gehst du heute damit um?
Aktuell dreht sich natürlich vieles um die Praxisübernahme. Mir ist bewusst, dass die Balance zwischen Beruf und Privatleben gerade nicht immer perfekt ist – und ehrlich gesagt finde ich das selbst nicht ideal. Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass sich eine solche Übergangsphase nicht vollständig vermeiden lässt. Eine Praxis übernimmt man schließlich nicht jeden Tag.
Ich sehe diese Zeit als eine Investition in die Zukunft. Vieles von dem, was ich jetzt aufbaue, soll mir später mehr Freiheit und Flexibilität ermöglichen. Mein Ziel ist nicht, dauerhaft möglichst viel zu arbeiten, sondern Strukturen zu schaffen, die langfristig gut funktionieren.
Deshalb nehme ich die intensive Zeit gerade bewusst in Kauf. Mir hilft dabei der Gedanke, dass diese Phase zeitlich begrenzt ist und einem klaren Ziel dient.
Welche Bedeutung hat für dich ein gutes Team bei der Übernahme der Praxis?
Für mich ist ein gutes Team der wichtigste Faktor für eine erfolgreiche Praxis. Fachliche Kompetenz ist natürlich wichtig, aber eine Praxis lebt vor allem von den Menschen, die dort arbeiten.
Gerade als Praxisinhaberin wird einem schnell bewusst, dass man die Herausforderungen des Alltags nicht allein bewältigt. Ein Team, das sich gegenseitig unterstützt, offen kommuniziert und gemeinsam an einem Strang zieht, macht einen enormen Unterschied – für die Mitarbeitenden genauso wie für die Patientinnen und Patienten.
Seit ich in der Praxis arbeite, merke ich jeden Tag aufs Neue, dass mein Team der allergrößte Jackpot ist. Die Offenheit, das Engagement und der Zusammenhalt, den ich dort erlebe, sind alles andere als selbstverständlich.
Ich bin überzeugt, dass gute Zahnmedizin dort entsteht, wo Menschen gerne zusammenarbeiten.
Wie erlebt man den Übergang mit bestehenden Mitarbeitenden sowie Patienten und Patientinnen?
Der Übergang ist für alle Beteiligten eine besondere Situation. Mitarbeitende und Patientinnen und Patienten fragen sich natürlich, was sich verändern wird und was gleich bleibt.
Mir war deshalb von Anfang an wichtig, erst einmal zuzuhören, die Menschen kennenzulernen und die bestehenden Strukturen zu verstehen. Natürlich habe ich eigene Ideen und Vorstellungen davon, wie ich die Praxis weiterentwickeln möchte. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass Veränderungen nur dann nachhaltig gelingen, wenn man die Menschen dabei mitnimmt und gemeinsam gestaltet.
Ich erlebe dabei viel Offenheit und Vertrauen, wofür ich sehr dankbar bin. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass Vertrauen nicht mit der Unterschrift unter einem Kaufvertrag entsteht, sondern im täglichen Miteinander wächst.
Gibt es etwas, das du dir rückblickend früher gewünscht hättest zu wissen oder wofür du dir mehr Unterstützung gewünscht hättest?
Rückblickend hätte ich gerne früher gewusst, dass man sich wahrscheinlich nie vollständig bereit fühlen wird. Ich habe viel Zeit in die Vorbereitung investiert, was auch wichtig war. Trotzdem gibt es irgendwann einen Punkt, an dem man den nächsten Schritt gehen muss, obwohl noch Fragen offen sind und nicht alles planbar ist.
Außerdem hätte ich mir gewünscht, früher zu verstehen, dass man nicht jede Antwort kennen muss. Als Praxisinhaberin wird man täglich mit neuen Themen konfrontiert. Vieles lernt man erst im laufenden Prozess, und das ist völlig in Ordnung.
Heute würde ich sagen: Gute Vorbereitung ist wichtig, aber genauso wichtig ist das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Man wächst mit den Aufgaben oft deutlich mehr, als man vorher für möglich gehalten hätte.
Welche Chancen siehst du speziell für Frauen in der ambulanten Versorgung und in der Selbstständigkeit?
Ich sehe vor allem die große Chance, den eigenen beruflichen Weg selbst gestalten zu können. Die Selbstständigkeit ermöglicht es, fachliche Schwerpunkte zu setzen, eine eigene Unternehmenskultur zu entwickeln und die Praxis nach den eigenen Werten auszurichten.
Außerdem habe ich den Eindruck, dass die Vielfalt der möglichen Lebens- und Arbeitsmodelle deutlich größer geworden ist. Selbstständigkeit bedeutet heute nicht mehr zwangsläufig, alles allein machen zu müssen oder einem festen Rollenbild zu entsprechen. Viele Kolleginnen finden ihren ganz eigenen Weg und zeigen, dass erfolgreiche Praxisführung sehr unterschiedlich aussehen kann.
Erlebst du hier gerade einen Wandel?
Einen Wandel nehme ich definitiv wahr. Immer mehr Frauen übernehmen Praxen, bringen ihre eigenen Ideen ein und prägen die ambulante Versorgung aktiv mit. Das empfinde ich als eine sehr positive Entwicklung. In meinem Umfeld erlebe ich zudem mehrere Praxisinhaberinnen, die als alleinige Behandlerinnen selbstständig sind und dennoch Familie und Kinderwunsch erfolgreich mit ihrer beruflichen Verantwortung vereinbaren. Das zeigt für mich, dass Selbstständigkeit und Familiengründung heute deutlich besser zusammen gedacht werden können als noch vor einigen Jahren.
Welchen Rat würdest du jungen Kolleginnen geben, die mit dem Gedanken spielen, später selbst eine Praxis zu übernehmen?
Ich würde jungen Kolleginnen raten, sich frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen – auch dann, wenn eine Praxisübernahme noch weit entfernt erscheint. Je besser man die wirtschaftlichen, organisatorischen und rechtlichen Zusammenhänge versteht, desto greifbarer und weniger einschüchternd wird die Selbstständigkeit.
Gleichzeitig würde ich niemandem empfehlen, auf den Moment zu warten, in dem alle Zweifel verschwunden sind und man sich vollkommen bereit fühlt. Diesen Moment gibt es wahrscheinlich nicht. Gute Vorbereitung ist wichtig, aber irgendwann braucht es auch den Mut, eine Entscheidung zu treffen.
Und vielleicht der wichtigste Rat: Die eigene Praxis sollte nicht nur wirtschaftlich passen, sondern auch menschlich. Die Menschen, mit denen man zusammenarbeitet, und die Werte, nach denen man die Praxis führen möchte, sind mindestens genauso wichtig wie die Zahlen.
Was verstehst du unter ganzheitlicher Zahnmedizin? Was würdest du anderen Ärztinnen gerne noch über Zahngesundheit mitgeben?
Für mich bedeutet ganzheitliche Zahnmedizin, die Mundgesundheit als Teil der allgemeinen Gesundheit zu verstehen. Die Mundhöhle ist kein isolierter Bereich des Körpers. Was im Mund passiert, kann Auswirkungen auf den gesamten Organismus haben – und umgekehrt beeinflussen viele allgemeine Erkrankungen, Medikamente oder Gewohnheiten die Mundgesundheit.
Deshalb wünsche ich mir einen stärkeren interdisziplinären Austausch. In der Zahnmedizin sehen wir täglich Zusammenhänge, die über den einzelnen Zahn hinausgehen, beispielsweise bei Parodontitis, funktionellen Störungen oder den Auswirkungen bestimmter Medikamente. Gleichzeitig profitieren wir davon, wenn andere Fachrichtungen die Bedeutung der Mundgesundheit stärker in ihre Überlegungen einbeziehen.
Gute Zahnmedizin hört für mich nicht an der Grenze der Mundhöhle auf. Je besser wir Medizin und Zahnmedizin zusammendenken, desto mehr profitieren unsere Patientinnen und Patienten davon.
Ich habe schon früh gemerkt, dass ich gerne gestalte und Verantwortung übernehme. Als angestellte Zahnärztin kann man viel bewegen, aber bestimmte Dinge bleiben immer von den Entscheidungen anderer abhängig. Mit der Praxisübernahme habe ich nun die Möglichkeit, eine Praxis nach meinen Vorstellungen weiterzuentwickeln, fachlich, organisatorisch und menschlich.
Besonders wichtig ist mir dabei eine Zahnmedizin, die den Menschen nicht auf einzelne Zähne reduziert. Ich möchte hochwertige moderne Zahnmedizin mit einem ganzheitlichen Blick verbinden und gleichzeitig einen Ort schaffen, an dem sich Patienten und Mitarbeitende gleichermaßen wohlfühlen.
Gab es einen bestimmten Moment oder eine persönliche Motivation, die ausschlaggebend war?
Einen einzelnen Schlüsselmoment gab es eigentlich nicht. Es war vielmehr ein Prozess. Je mehr Berufserfahrung ich gesammelt habe, desto klarer wurde mir, welche Art von Zahnmedizin ich praktizieren möchte und welche Werte mir im Umgang mit Patientinnen, Patienten und Mitarbeitenden wichtig sind.
Gleichzeitig habe ich erkannt, dass man wahrscheinlich nie den Zeitpunkt erreicht, an dem man sich zu hundert Prozent bereit fühlt. Irgendwann muss man entscheiden, ob man weiter wartet oder den nächsten Schritt wagt.
Für mich kam der Punkt, an dem ich gemerkt habe: Wenn ich meine Vorstellungen von moderner Zahnmedizin, guter Kommunikation und einer wertschätzenden Praxiskultur wirklich umsetzen möchte, brauche ich auch die Möglichkeit, selbst Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Als sich die Chance einer Praxisübernahme ergeben hat, war für mich klar, dass ich sie nutzen möchte. Rückblickend war es deshalb weniger ein spontaner Entschluss als eine bewusste Entscheidung für Gestaltung, Verantwortung und Weiterentwicklung.
Viele Ärztinnen und Zahnärztinnen überlegen lange, ob sie den Schritt in die Selbstständigkeit wagen sollen. Welche Gedanken oder Sorgen hattest du vor der Übernahme?
Natürlich hatte ich vor der Übernahme Respekt vor der Aufgabe. Mit einer eigenen Praxis übernimmt man nicht nur Verantwortung für die Patientinnen und Patienten, sondern auch für die Mitarbeitenden und die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens.
Ich bin grundsätzlich ein Mensch, der gerne plant und sich gut vorbereitet. Deshalb habe ich mich intensiv mit den fachlichen, organisatorischen und wirtschaftlichen Aspekten einer Praxisübernahme beschäftigt. Gleichzeitig habe ich gelernt – und lerne es auch heute noch –, dass man nie alle Eventualitäten vorhersehen kann. Ein gewisses Maß an Unsicherheit gehört zu unternehmerischen Entscheidungen dazu.
Sicherheit gegeben hat mir zum einen die gründliche Vorbereitung. Zum anderen war für mich wichtig, dass ich keine Neugründung auf der grünen Wiese wage, sondern auf einer bestehenden Praxisstruktur aufbauen kann. Das nimmt einem nicht die Verantwortung, schafft aber eine gute Grundlage und eine gewisse Planungssicherheit.
Letztlich habe ich erkannt, dass man sich wahrscheinlich nie zu hundert Prozent bereit fühlt. Irgendwann muss man entscheiden, ob man den Schritt gehen möchte. Für mich war die Überzeugung, gestalten und Verantwortung übernehmen zu wollen, am Ende größer als die verbleibenden Zweifel.
Und was hat dir letztlich Sicherheit gegeben?
Sicherheit gegeben haben mir eine gründliche Vorbereitung, ein fundierter Businessplan und die Tatsache, dass ich eine bestehende Praxis übernehmen konnte. Gleichzeitig habe ich aber gelernt, dass man nicht jede Unsicherheit ausräumen kann.
Entscheidend war deshalb auch das Vertrauen in mich selbst. Ich habe in meinem Leben bereits viele Herausforderungen gemeistert und die Erfahrung gemacht, dass sich Lösungen oft erst im Gehen entwickeln. Diese Zuversicht hat mir geholfen, den Schritt zu wagen.
Außerdem wusste ich: Wenn ich diese Chance nicht ergreife, würde ich mich wahrscheinlich irgendwann fragen, was möglich gewesen wäre. Dieser Gedanke war am Ende stärker als die verbleibenden Zweifel.
Was bedeutet eine Praxisübernahme konkret im Alltag — organisatorisch, finanziell und emotional? Gab es Aspekte, die dich überrascht haben?
Eine Praxisübernahme bedeutet im Alltag weit mehr als den Wechsel von der Angestellten zur Praxisinhaberin. Plötzlich beschäftigt man sich nicht nur mit Zahnmedizin, sondern auch mit Personalführung, Organisation, strategischen Entscheidungen und vielen Themen, die im Hintergrund einer Praxis funktionieren müssen.
Besonders herausfordernd empfinde ich die organisatorische Verantwortung. Es gibt unzählige Entscheidungen zu treffen, Abläufe zu koordinieren und gleichzeitig den Überblick zu behalten. Dabei habe ich schnell gemerkt, dass gute Zahnmedizin allein nicht ausreicht – eine Praxis lebt auch von funktionierenden Strukturen und einem starken Team.
Überrascht hat mich vor allem die emotionale Seite der Übernahme. Man übernimmt nicht nur Räume und Inventar, sondern auch Verantwortung für Menschen. Mitarbeitende, Patientinnen und Patienten verbinden mit einer Praxis Erwartungen, Gewohnheiten und oft auch Vertrauen. Diesem Vertrauen gerecht zu werden, ist eine schöne, aber auch anspruchsvolle Aufgabe.
Welche Herausforderungen erlebst du als Frau in einer Führungs- und Unternehmerinnenrolle?
Die größte Herausforderung erlebe ich nicht darin, eine Frau zu sein, sondern darin, die Verantwortung als Unternehmerin und Führungskraft zu übernehmen. Als Praxisinhaberin trifft man Entscheidungen, die nicht nur einen selbst, sondern auch Mitarbeitende und Patientinnen und Patienten betreffen. Dieser Verantwortung gerecht zu werden und gleichzeitig den Überblick über die vielen organisatorischen, wirtschaftlichen und zwischenmenschlichen Aspekte einer Praxis zu behalten, ist eine Aufgabe, in die man hineinwächst.
Führung bedeutet für mich dabei nicht, alle Antworten zu haben. Vielmehr geht es darum, zuzuhören, Orientierung zu geben, Entscheidungen zu treffen und gemeinsam mit dem Team Lösungen zu entwickeln. Diese Rolle bewusst anzunehmen und auszufüllen, empfinde ich als die eigentliche Herausforderung.
Unterscheidet sich deine Erfahrung aus deiner Sicht von der männlicher Kollegen?
Persönlich habe ich bezüglich der Selbstständigkeit bislang keine Situationen erlebt, in denen ich mich als Frau benachteiligt gefühlt habe. Die meisten Menschen, denen ich auf meinem beruflichen Weg begegnet bin, haben mich unabhängig vom Geschlecht nach meinen Fähigkeiten und meiner Leistung beurteilt.
Trotzdem sind mir manchmal kleine Unterschiede in den Erwartungen aufgefallen. Als ich von der Praxisübernahme erzählt habe, wurden mir häufig Fragen gestellt wie „Machst du das alleine?“ oder „Was sagt dein Mann dazu?“. Bei Letzterer habe ich mich schon gelegentlich gefragt, ob sie einem männlichen Kollegen genauso häufig gestellt worden wäre.
Insgesamt habe ich aber den Eindruck, dass sich vieles positiv entwickelt. Immer mehr Zahnärztinnen übernehmen Praxen und gestalten ihren eigenen Weg in der Selbstständigkeit. Das empfinde ich als eine sehr erfreuliche Entwicklung.
Wie hast du die Finanzierung und die wirtschaftliche Planung der Praxis erlebt?
Die Finanzierung und wirtschaftliche Planung haben mir großen Respekt eingeflößt, waren am Ende aber deutlich weniger beängstigend als ich zunächst gedacht hatte. Je intensiver ich mich mit den Zahlen beschäftigt habe, desto mehr Sicherheit habe ich gewonnen. Mir war wichtig, nicht einfach nur einen Businessplan erstellen zu lassen, sondern wirklich zu verstehen, worauf ich mich einlasse.
Was mich eher überrascht hat, war die Vielzahl an Themen, die plötzlich wichtig werden. Personalführung, betriebswirtschaftliche Entscheidungen, Verträge, strategische Planung – all das gehört genauso zur Praxis wie die eigentliche Zahnmedizin.
Findest du, dass junge Ärztinnen und Zahnärztinnen ausreichend auf die unternehmerische Seite des Berufs vorbereitet werden?
Rückblickend würde ich mir wünschen, dass wir auf diese Seite des Berufs besser vorbereitet werden. Fachlich werden wir sehr gut ausgebildet. Die Unternehmerrolle müssen sich viele von uns jedoch erst selbst erarbeiten. Zumindest ist das mein bisheriger Eindruck. Ich bin noch nicht lange genug selbstständig, um das abschließend beurteilen zu können, aber bisher erlebe ich die Selbstständigkeit als eine Tätigkeit mit viel Gestaltungsspielraum und persönlicher Erfüllung – vorausgesetzt, man ist bereit, sich auch mit diesen Themen auseinanderzusetzen.
Das Thema Vereinbarkeit beschäftigt viele Kolleginnen. Welche Rolle spielen Fragen wie Familie, Arbeitszeitmodelle oder persönliche Lebensplanung bei deiner beruflichen Entscheidung?
Persönliche Lebensplanung spielt bei einer so großen beruflichen Entscheidung natürlich eine wichtige Rolle. Für meinen Mann und mich stand bereits seit vielen Jahren fest, dass wir keine Kinder haben würden. Dadurch fiel mir die Entscheidung für die Praxisübernahme sicherlich leichter, weil ich wusste, dass neben der Verantwortung für die Praxis keine zusätzliche Verantwortung für eine Familie mit Kindern hinzukommen würde.
Ob ich mich mit kleinen Kindern genauso entschieden hätte, kann ich nicht sagen. Ich habe großen Respekt vor Kolleginnen und Kollegen, die beides miteinander vereinbaren. Für mich persönlich war es hilfreich, dass meine private Lebenssituation mir den Freiraum gegeben hat, diesen Schritt zu gehen.
Und wie gehst du heute damit um?
Aktuell dreht sich natürlich vieles um die Praxisübernahme. Mir ist bewusst, dass die Balance zwischen Beruf und Privatleben gerade nicht immer perfekt ist – und ehrlich gesagt finde ich das selbst nicht ideal. Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass sich eine solche Übergangsphase nicht vollständig vermeiden lässt. Eine Praxis übernimmt man schließlich nicht jeden Tag.
Ich sehe diese Zeit als eine Investition in die Zukunft. Vieles von dem, was ich jetzt aufbaue, soll mir später mehr Freiheit und Flexibilität ermöglichen. Mein Ziel ist nicht, dauerhaft möglichst viel zu arbeiten, sondern Strukturen zu schaffen, die langfristig gut funktionieren.
Deshalb nehme ich die intensive Zeit gerade bewusst in Kauf. Mir hilft dabei der Gedanke, dass diese Phase zeitlich begrenzt ist und einem klaren Ziel dient.
Welche Bedeutung hat für dich ein gutes Team bei der Übernahme der Praxis?
Für mich ist ein gutes Team der wichtigste Faktor für eine erfolgreiche Praxis. Fachliche Kompetenz ist natürlich wichtig, aber eine Praxis lebt vor allem von den Menschen, die dort arbeiten.
Gerade als Praxisinhaberin wird einem schnell bewusst, dass man die Herausforderungen des Alltags nicht allein bewältigt. Ein Team, das sich gegenseitig unterstützt, offen kommuniziert und gemeinsam an einem Strang zieht, macht einen enormen Unterschied – für die Mitarbeitenden genauso wie für die Patientinnen und Patienten.
Seit ich in der Praxis arbeite, merke ich jeden Tag aufs Neue, dass mein Team der allergrößte Jackpot ist. Die Offenheit, das Engagement und der Zusammenhalt, den ich dort erlebe, sind alles andere als selbstverständlich.
Ich bin überzeugt, dass gute Zahnmedizin dort entsteht, wo Menschen gerne zusammenarbeiten.
Wie erlebt man den Übergang mit bestehenden Mitarbeitenden sowie Patienten und Patientinnen?
Der Übergang ist für alle Beteiligten eine besondere Situation. Mitarbeitende und Patientinnen und Patienten fragen sich natürlich, was sich verändern wird und was gleich bleibt.
Mir war deshalb von Anfang an wichtig, erst einmal zuzuhören, die Menschen kennenzulernen und die bestehenden Strukturen zu verstehen. Natürlich habe ich eigene Ideen und Vorstellungen davon, wie ich die Praxis weiterentwickeln möchte. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass Veränderungen nur dann nachhaltig gelingen, wenn man die Menschen dabei mitnimmt und gemeinsam gestaltet.
Ich erlebe dabei viel Offenheit und Vertrauen, wofür ich sehr dankbar bin. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass Vertrauen nicht mit der Unterschrift unter einem Kaufvertrag entsteht, sondern im täglichen Miteinander wächst.
Gibt es etwas, das du dir rückblickend früher gewünscht hättest zu wissen oder wofür du dir mehr Unterstützung gewünscht hättest?
Rückblickend hätte ich gerne früher gewusst, dass man sich wahrscheinlich nie vollständig bereit fühlen wird. Ich habe viel Zeit in die Vorbereitung investiert, was auch wichtig war. Trotzdem gibt es irgendwann einen Punkt, an dem man den nächsten Schritt gehen muss, obwohl noch Fragen offen sind und nicht alles planbar ist.
Außerdem hätte ich mir gewünscht, früher zu verstehen, dass man nicht jede Antwort kennen muss. Als Praxisinhaberin wird man täglich mit neuen Themen konfrontiert. Vieles lernt man erst im laufenden Prozess, und das ist völlig in Ordnung.
Heute würde ich sagen: Gute Vorbereitung ist wichtig, aber genauso wichtig ist das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Man wächst mit den Aufgaben oft deutlich mehr, als man vorher für möglich gehalten hätte.
Welche Chancen siehst du speziell für Frauen in der ambulanten Versorgung und in der Selbstständigkeit?
Ich sehe vor allem die große Chance, den eigenen beruflichen Weg selbst gestalten zu können. Die Selbstständigkeit ermöglicht es, fachliche Schwerpunkte zu setzen, eine eigene Unternehmenskultur zu entwickeln und die Praxis nach den eigenen Werten auszurichten.
Außerdem habe ich den Eindruck, dass die Vielfalt der möglichen Lebens- und Arbeitsmodelle deutlich größer geworden ist. Selbstständigkeit bedeutet heute nicht mehr zwangsläufig, alles allein machen zu müssen oder einem festen Rollenbild zu entsprechen. Viele Kolleginnen finden ihren ganz eigenen Weg und zeigen, dass erfolgreiche Praxisführung sehr unterschiedlich aussehen kann.
Erlebst du hier gerade einen Wandel?
Einen Wandel nehme ich definitiv wahr. Immer mehr Frauen übernehmen Praxen, bringen ihre eigenen Ideen ein und prägen die ambulante Versorgung aktiv mit. Das empfinde ich als eine sehr positive Entwicklung. In meinem Umfeld erlebe ich zudem mehrere Praxisinhaberinnen, die als alleinige Behandlerinnen selbstständig sind und dennoch Familie und Kinderwunsch erfolgreich mit ihrer beruflichen Verantwortung vereinbaren. Das zeigt für mich, dass Selbstständigkeit und Familiengründung heute deutlich besser zusammen gedacht werden können als noch vor einigen Jahren.
Welchen Rat würdest du jungen Kolleginnen geben, die mit dem Gedanken spielen, später selbst eine Praxis zu übernehmen?
Ich würde jungen Kolleginnen raten, sich frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen – auch dann, wenn eine Praxisübernahme noch weit entfernt erscheint. Je besser man die wirtschaftlichen, organisatorischen und rechtlichen Zusammenhänge versteht, desto greifbarer und weniger einschüchternd wird die Selbstständigkeit.
Gleichzeitig würde ich niemandem empfehlen, auf den Moment zu warten, in dem alle Zweifel verschwunden sind und man sich vollkommen bereit fühlt. Diesen Moment gibt es wahrscheinlich nicht. Gute Vorbereitung ist wichtig, aber irgendwann braucht es auch den Mut, eine Entscheidung zu treffen.
Und vielleicht der wichtigste Rat: Die eigene Praxis sollte nicht nur wirtschaftlich passen, sondern auch menschlich. Die Menschen, mit denen man zusammenarbeitet, und die Werte, nach denen man die Praxis führen möchte, sind mindestens genauso wichtig wie die Zahlen.
Was verstehst du unter ganzheitlicher Zahnmedizin? Was würdest du anderen Ärztinnen gerne noch über Zahngesundheit mitgeben?
Für mich bedeutet ganzheitliche Zahnmedizin, die Mundgesundheit als Teil der allgemeinen Gesundheit zu verstehen. Die Mundhöhle ist kein isolierter Bereich des Körpers. Was im Mund passiert, kann Auswirkungen auf den gesamten Organismus haben – und umgekehrt beeinflussen viele allgemeine Erkrankungen, Medikamente oder Gewohnheiten die Mundgesundheit.
Deshalb wünsche ich mir einen stärkeren interdisziplinären Austausch. In der Zahnmedizin sehen wir täglich Zusammenhänge, die über den einzelnen Zahn hinausgehen, beispielsweise bei Parodontitis, funktionellen Störungen oder den Auswirkungen bestimmter Medikamente. Gleichzeitig profitieren wir davon, wenn andere Fachrichtungen die Bedeutung der Mundgesundheit stärker in ihre Überlegungen einbeziehen.
Gute Zahnmedizin hört für mich nicht an der Grenze der Mundhöhle auf. Je besser wir Medizin und Zahnmedizin zusammendenken, desto mehr profitieren unsere Patientinnen und Patienten davon.


