Gesundheitswesen: Frauen in der Corona-Pandemie stärker berücksichtigen

DÄB unterstützt die Position der Women in Global Health - Germany

Die Corona-Pandemie wirft ein Schlaglicht auf mehrere ungelöste Probleme bei der Gleichstellung der Geschlechter – gerade im Gesundheitswesen. „Wenn die Entscheidungsträger nicht umgehend gegensteuern, drohen wir in vielen Bereichen bereits Erreichtes wieder zu verlieren“, verdeutlicht Dr. Christiane Groß, Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes e.V. (DÄB). Der DÄB unterstützt daher die Stellungnahme zu „Frauen in der COVID-19 (SARS-CoV-2) Pandemie“ von Women in Global Health - Germany (WGH-GER) und die drei zentralen Forderungen, die in der Stellungnahme formuliert sind:
  • Frauen in Beratungs- und Entscheidungsgremien einbinden: Paritätische und interdisziplinäre Besetzung sowie Berücksichtigung der gesellschaftlichen Vielfalt in Expert*innenlisten, Gremien, Kommissionen, Beratungsstäben, Talk-Show Runden und auf Konferenzen.
  • Frauen in Gesundheitsberufen und der Pflege stärken: Faire Entlohnung und sichere Arbeitsbedingungen für Gesundheitsfachkräfte. Gleiche Verteilung der Pflegearbeit zwischen allen Geschlechtern und deren finanzielle Anerkennung.
  • Geschlechtersensible Daten und Forschung fördern: Konsequente geschlechter- und diversitätssensible Sammlung von Daten (vor allem in der Gesundheitsberichterstattung). Entscheidungen im Krisenmanagement auf Basis einer differenzierten Datenlage treffen.
Die ausführliche Stellungnahme samt Begründung entnehmen Sie der beigefügten pdf der WGH-GER.
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