Geschlechtsspezifische Medizin bezeichnet in der Medizin die besondere Beachtung der biologischen Unterschiede von Mann und Frau. Sie impliziert eine geschlechtsspezifische Erforschung und Behandlung von Krankheiten.

Geschlechtsspezifische Unterschiede sind vor allem auch bei der Verordnung von Arzneimitteln relevant.

Die Integration von geschlechtsspezifischer Medizin in die medizinischen Curricula steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen (Deutsches Ärzteblatt 2016, PDF). Leider finden geschlechtsspezifisch bezogene Forschungsergebnisse bislang nur selten Eingang in die medizinische Lehre.

Geschlechtsspezifische Aspekte sollten nach Ansicht des DÄB verbindlicher Teil von Diagnose und Behandlung sein.

Zum Nachhören und -sehen:

Podcast: detektor.fm vom 11.02.2020
Die Digitalisierung verschärft wahrscheinlich die Risiken einer nicht-gendersensiblen Medizin. Warum diese Gefahr besteht und was jetzt getan werden muss, erklärt die Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes, Dr. Christiane Groß, in der Sendung "Zurück zum Thema: Ungerechte Medizin?“

BR Fernsehen. Kontrovers vom 05.02.2020
In den USA erhalten nur noch medizinische Studien einen Zuschuss des National Institutes of Health, wenn die Gendermedizin berücksichtigt wird. Warum das richtig und wichtig ist, erläutert die Vizepräsidentin des DÄB, Prof. Dr. med. Gabriele Kaczmarczyk, im Beitrag.

Zum Nachlesen:

Blitzumfrage im DÄB: Wie viel Gendermedizin bietet das Medizinstudium aktuell? (PDF)
Prof. Dr. Gabriele Kaczmarczyk in: ärztin 1/2020

Neues Kapitel der Gendermedizin: Die rasante Digitalisierung (PDF)
Dr. med. Christiane Groß, M.A. in: ärztin 3/2019

"Die Europäer hinken bei der Gendermedizin deutlich hinterher" (PDF)
Interview mit Prof. Dr. med. Dr. h.c. Vera Regitz-Zagrosek in: ärztin 2/2019

Nieren- und Frauengesundheit (PDF)
Prof. Dr. med. Sylvia Stracke in: ärztin 2/2018

Schwerpunktthema in ärztin 3/2016:
Geschlechterperspektiven in der Medizin
unter anderem mit einem Interview mit Prof. em. Dr. sc. nat. habil. Karen Nieber: "Mehr Zeit und Geld für die Forschung zu den offenen Fragen der Gendermedizin".

DÄB unterstützt Stellungnahme des Nationalen Netzwerks Frauen und Gesundheit zur neuen Studie des Robert-Koch-Instituts
Valide Aussagen zu Gewalt im Geschlechterverhältnis erfordern eine gendersensible Erfassung (...)

Die weibliche Seele muss andere Lebensereignisse bewältigen als die männliche... (PDF)
Prof. Dr. med. Stephanie Krüger im Interview in: ärztin 01/2013

Frauenspezifische Risiken für unerwünschte Wirkungen von Arzneimitteln in der Anästhesie – Systematisches Review und Handlungsempfehlungen (PDF)
Dr. med. Ines Ziegler in: ärztin 03/2012

Neue Studie zu Essstörungen - Frauen leiden vier Mal häufiger an Essstörungen als Männer (PDF)
Prof. Dr. rer. nat. Anja Hilbert in: ärztin 03/2012

Frauenherzen stärken - Einblicke in frauenspezifische Aspekte der Herzchirurgie (PDF)
PD Dr. med. habil. Claudia Schmidtke MBA & Dr. med. Doreen Richardt in: ärztin 03/12

Die Sensibilität für Geschlechterfragen in der Medizin ist gestiegen (PDF)
PD Dr. Ellen Kuhlmann im Interview in: ärztin 02/2012

Das geht PatientInnen und ÄrztInnen an die Nieren - Geschlechtsspezifische Unterschiede bei Nierenerkrankungen? (PDF)
Prof. Dr. med. M. Christiane Erley in ärztin 02/2012

Rosa Pillen für Frauen, blaue für Männer? (PDF)
Interview mit Dr. med. Regine Rapp-Engels, Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes e.V.
in: Arbeitshilfe der Evangelischen Frauen Deutschlands 01/2011

Frauenrechte sind Menschenrechte (PDF)
Zum 6. Staatenbericht der Bundesregierung und dem entsprechenden Alternativbericht der NGO's an den CEDAW-Ausschuss.
Dr. med. Regine Rapp-Engels in: Gleichstellung in der Praxis (GiP) 04/2009

Hin zur geschlechtssensiblen Medizin (PDF)
Dr. med. Regine Rapp-Engels in: Ärztin sein – gestern und heute, Festschrift 85 Jahre Deutscher Ärztinnenbund

Frauen leiden anders
Mythen und Fakten zum weiblichen (Kopf-) Schmerz
Pressemitteilung (2006)

Ein großer Schritt hin zu einer geschlechter- und damit auch frauengerechten Arzneitherapie
Angemessene Beteiligung von Frauen an klinischen Studien ist festgeschrieben
Pressemitteilung (2004)
Zum Weiterlesen: